Der angenehme Widerstand

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Widerstand gegen den politischen Status quo darf aus Sicht der staatlichen Institutionen nur eine einzige Eigenschaft haben, um durch sie als legitimer Widerstand anerkannt zu werden und Vergeltungsmaßnahmen zu verhindern: Keinerlei Handlung, welche als individuelle oder kollektive Gewalt gegen staatliche Gewalt ausgelegt werden könnte; mithin kein Widerstand. Motto: Nur die Unterlassung von Widerstand ist guter Widerstand.

5 Gedanken zu “Der angenehme Widerstand

  1. Moinsen..

    Widerstand ist in unserem staatlichen Systemen nur legitim, wenn die staatlichen System den Widerstand z.B. über die Gerichte kontrollieren können. Das Widerstandsrecht nach Artikel 20 Absatz 4 ist eine Farce, denn „Der Widerstandsfall ist letztlich ein Staatsstreich“ und rechtfertigt noch nicht mal zivilen Ungehorsam.

    DAS ist das  „Problem„, an diesen Systemen (Parteien~Parlamente~Justiz etc.)!

    WIE kann ich („Darf“ ich….) Widerstand (Nach GG Wortlaut KÖNNTE ich ja jederzeit….) leisten, WENN ich diesen NUR, auf vorgegebene Art und Weise, nach eben Jenen Gesetzen, von jenen Systemen und deren Entscheidungsträgern (Politiker~Parteien~Justiz etc. …) bestimmenten Weisen (Und Akzeptierten „Gründen“) leisten „darf“?? Siehe Frankreich!!!

    Eine, in die Realität umzusetzende Unmöglichkeit, Theroretisch JA, Praktisch ver-unmöglicht (ähnlich der Einklagbarkeit~Einhaltung der Grundrechte, des Grundgesetzes selbst!)!

    DU „KANNST~SOLLTEST~DARFST“ (Theroretisch), aber NUR SO, und NUR WENN, und auch nur DORT wie es (durch eben die Systeme gegen die Widerstand geleistet werden soll ….) „erlaubt“ ist, möglich sein SOLL, diese Systeme es DANN auch Akzeptieren (die Gesetzlichen Vorgaben einhalten würden), ein klassisches Paradoxon (Realität~Rechts-Paxis)!

     

    Nun ja ….

     

    Tee?

     

    Mfg W. Kilian

    • Man kann sich jedoch den Widerstand angenehm machen:

      Was wäre wenn .( das soll nur ein Gedankenspiel sein, und keine Aufforderung)… das ärmere viertel der Bevölkerung das sich bereits die Miete einer Wohnung nicht mehr leisten kann, die Zahlung der Miete einfach einstellt?

      Weil nun die überwiegende Zahl der Wohnungen großen Gesellschaften gehört, welch grundsätzlich auf Pump kaufen – in der Regel mit 20% Eigenkapital – könnten diese schnell in Zahlungsschwierigkeiten geraten, das ist klar; eine Räumungsklage gegen alle würde sie aber auch in Schwierigkeiten bringen, weil sie so schnell auch keine neuen Mieter bekommen könnten, weil es so viele gar nicht gibt.

      Von da an stellt sich die Frage was der Staat dann macht—Wäre er anhand der Massen die Obdachlos würden nicht selber überfordert? Wie würde er in der Öffentlichkeit der anderen Staaten gesehen wenn er versuchte mit aller Gewalt vorzugehen?

      Diese Spielart des passiven widerstandes ließe sich auch andere Bereiche übetragen wo es noch erheblich mehr Wirkung zeitigen würde…..

      Der „kleine Mann“ braucht also gar nicht alles kleinzuschlagen und gegen Bewaffnete Beamte anzurennen um etwas zu erreichen, er kann es bequem vom Sofa aus erreichen wenn er es nur will—Wie heißt es so schön in unserer Hymne: Einigkeit und Recht und Freiheit—-(liegen in seiner Hand)

       

       

  2. Widerstand ist in unserem staatlichen Systemen nur legitim, wenn die staatlichen System den Widerstand z.B.  über die Gerichte kontrollieren können. Das Widerstandsrecht nach Artikel 20 Absatz 4 ist eine Farce, denn „Der Widerstandsfall ist letztlich ein Staatsstreich“ und rechtfertigt noch nicht mal zivilen Ungehorsam.

  3. Die Formulierung gefällt mir.

    Eine Formulierung ist eine Verbindung verschiedener Komponenten in zweckmäßiger Weise (Wikipedia)

    Und trotzdem:

    Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

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